Haus Busch

Dreieich 2002
Neubau einer Villa

“Vorbild des Hauses ist der aus der jüngeren Baugeschichte bekannte Typ einer in drei Raumschichten gegliederten Villa, deren Mitte eine zentrale Halle bildet. Dieser klaren räumlichen Struktur ordnen sich die verschiedenen Funktionen des Hauses unter. Die in die Eingangs- und Gartenfassade im Obergeschoss eingeschnittenen Loggien spiegeln diesen Aufbau nach außen wider und bieten allen Räumen einen direkten Zugang zu einer kleinen überdachten Terrasse. Von hier aus bietet sich ein weiter prachtvoller Blick in die das Haus umgebende Landschaft. Baukörper, Fassadengliederung und die klassisch proportionierten Ansichten mit den dominanten Loggien, der Sockelgliederung und dem symmetrischen Aufbau charakterisieren als Elemente klassischer Villenarchitektur den Typus des Hauses. Daneben bestimmen die spürbaren, physischen Qualitäten wie die gewählten Materialien und deren bauliche Formulierung den Charakter und den Gesamteindruck. Das architektonische Thema Villa wird also direkt und nicht allein im Sinne eines abstrakten, geistigen Vorbilds spürbar. Es wurde bewusst der Versuch
unternommen, zwar in Anlehnung an ältere Vorbilder zu entwerfen, aber ohne diese zu rekonstruieren. Das Ziel war vielmehr eine zeitgemäße Umsetzung eines vorhandenen und bewährten architektonischen Vokabulars.”

Holger Reiners in “Die Villa - Gebauter Ort großzügiger Privatheit” - Architekturpreis der Reiners Stiftung, “Klassische Villa im Raum Frankfurt”

Fotos: Christian Eblenkamp